Mit viel Freude und Enthusiasmus berichtet der Sohn der Jubilarin, Prof. Joseph Witztum, über die Feier zu Ehren seiner Mutter, Dr.in Bronislawa Witztum. Dank gilt Rektor Wolfgang Schütz, Alumni Club Präsidentin Karin Gutiérrez-Lobos und Dontscho Kerjaschki vom Klinischen Institut für Pathologie, die seitens der Medizinischen Universität Wien diese Geste der Wertschätzung veranlasst hatten.
Zahlreiche Verwandte und Freunde hatten sich in der Dr. Zeuss Fakultätsbibliothek, San Diego, eingefunden, um der Verleihung der Ehrenurkunde des Alumni Clubs durch den österreichischen Generalkonsul Mag. Martin Weiss an Frau Dr.in Witztum beizuwohnen.
In einer eindrucksvollen Rede erinnerte der österreichische Generalkonsul an das Jahr 1938. Für ihn ein unvorstellbarer und schmerzlicher Gedanke, dass man gerade an einem Ort des Humanismus wie es die Medizinische Universität Wien wohl war und ist, der brutalen Vertreibung sämtlicher jüdischer Kollegen tatenlos zugesehen hatte – so wie es im Fall der jungen Medizinerin Bronislawa Scharf geschehen war. Martin Weiss drückte sein persönliches tiefes Bedauern für das zugefügte Unrecht und Leid, auch im Namen der Österreichischen Bundesregierung aus.
Frau Dr.in Bronsilawa Witztum, die an diesem Tag ihren 97. Geburtstag feierte, dankte mit einer bewegenden Rede: Nach all dem Geschehenen hatte man ihr durch die Zeichensetzung der Medizinischen Universität zum ersten Mal das Gefühl der Würde und des Friedens wieder gegeben.
Es waren berührende Momente, die man mit einem herzlichen Geburtstagsfest mit österreichischem Wein und Torte ausklingen ließ. Für Frau Dr.in Witztum war es, wie sie es persönlich formulierte:“… das schönste Ereignis, das ich in den letzten 20 Jahren erlebt habe“.